Universitäten, die per Präsidialdekret geschlossen werden, Professoren, die wegen Kritik an der Verhaftung eines Bürgermeisters entlassen werden, Studenten, denen das Versammlungsrecht verweigert wird und die anschließend von rechtsextremen faschistischen Gruppen auf dem Campus schikaniert und angegriffen werden. Das ist bittere Realität für viele Studenten, Forscher und Lehrkräfte an Universitäten in der Türkei. Angesichts der immer stärkeren Kürzungen der Hochschulmittel hier in Deutschland und einer AfD, die vorschlägt, jegliche Form der studentischen Selbstverwaltung in Sachsen-Anhalt abzuschaffen, sollte sie dort die absolute Mehrheit gewinnen, wollen wir uns mit einer Reihe von Fragen beschäftigen, wie zum Beispiel: Was bedeutet „akademische Neutralität“ angesichts des wachsenden staatlichen Drucks auf Universitäten als Orte der Wissensproduktion und politische Räume? Mit welchen Methoden übt der von der AKP geführte Staat weiteren Druck auf die Universitäten aus, und was können wir von türkischen Studierenden lernen, die sich für progressive Anliegen organisieren, demokratische Werte schützen und für ihr Recht auf Bildung kämpfen? Am Freitag, dem 19. Juni, werden wir dies und mehr mit Studierendenvertreter*innen aus der Türkei und Dr. Ülker Sözen, Forscherin für zivilgesellschaftlichen Aktivismus und Autoritarismus in der Türkei, diskutieren. Wenn ihr mehr über die Situation an türkischen Universitäten erfahren möchtet, kommt um 15 Uhr in Hörsaal 4 auf dem Hauptcampus vorbei oder schaltet über den Zoom-Link zu, den wir später bekannt geben. Die Veranstaltung wird auf Englisch gehalte werden.
Triggerwarnung: Polizeigewalt, Nationalismus und Diskriminierung von Minderheiten Ein Awareness-Team wird während der gesamten Veranstaltung anwesend sein und Awareness raum steht währendessen ebenfalls zur Verfügung.
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